Sonne im Steinbock Opposition Jupiter im Krebs Zwischen Pflicht und Wärme.
- anjaweiss2102
- vor 1 Tag
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Die Stimmung dieses Tages
Heute fühlt sich der Tag an wie ein langsamer Atemzug zwischen Anspannung und Weichheit. Etwas in mir steht aufrecht, hält die Schultern gerade und schaut nach vorne. Gleichzeitig zieht es mich nach innen, dorthin, wo Erinnerungen wohnen und Gefühle leise sprechen. Ich spüre das Bedürfnis, stark zu sein, verlässlich, tragfähig. Und ich spüre die Sehnsucht, mich anzulehnen, mich fallen zu lassen, ohne etwas beweisen zu müssen.
Der Tag trägt eine Schwere, aber keine Dunkelheit. Es ist die Schwere von Verantwortung, die nicht erdrückt, sondern gesammelt wirkt. Wie ein Berg, der ruhig dasteht und weiß, dass er nicht laufen muss, um wertvoll zu sein. Aber unter diesem festen Boden fließt etwas Warmes. Ein innerer Strom aus Fürsorge, Erinnerung, Heimatgefühl.
Diese Mischung macht den Tag still und zugleich weit. Ich bin wacher für meine Grenzen, aber auch offener für Nähe. Ich merke, wie wichtig es heute ist, nichts zu übertreiben. Weder Härte noch Sentimentalität tragen mich wirklich. Es ist der schmale Weg dazwischen, der sich richtig anfühlt.
Manchmal fühlt es sich an, als würde ich zwischen zwei Räumen stehen. Der eine klar, aufgeräumt, ruhig. Der andere weich, gedämpft, voller leiser Stimmen. Ich muss mich heute nicht entscheiden, welchen ich betrete. Ich darf in der Tür stehen bleiben, die Hand am Rahmen, und spüren, dass beide Räume zu mir gehören. Dass ich beides halten kann, ohne mich zu verlieren.
Was sich heute zeigen darf
Heute darf ich anerkennen, dass mein Bedürfnis nach Ordnung ein Schutz ist. Und dass mein Wunsch nach Nähe keine Schwäche bedeutet. Beides gehört zu mir, wie zwei Hände, die unterschiedliche Dinge tragen können. Ich darf heute langsamer sein mit meinen Ansprüchen. Nicht alles muss sofort feststehen.
Vielleicht zeigt sich heute die Erkenntnis, dass Sicherheit nicht nur aus Kontrolle entsteht. Sondern auch aus dem Gefühl, gehalten zu sein. Ich darf mir erlauben, meine innere Stärke mit Zärtlichkeit zu verbinden. Leistung darf heute weich sein. Fürsorge darf Struktur haben.
Der Tag lädt mich ein, mich selbst wie ein Zuhause zu behandeln. Mit festen Wänden und warmem Licht. Mit klaren Regeln und offenen Armen. Ich muss heute niemandem beweisen, dass ich stark bin. Es reicht, wenn ich mir selbst vertraue.
Vielleicht zeigt sich heute auch der Mut, mir selbst näher zu kommen. Nicht durch große Gesten, sondern durch kleine, ehrliche Momente. Ein Innehalten. Ein tiefer Atem. Ein stilles Anerkennen dessen, was ich trage. Ich darf mir selbst erlauben, ernst genommen zu werden, ohne mich zu verhärten.
Am Ende dieses Tages darf ein leiser Frieden stehen. Nicht triumphierend, nicht groß, sondern ruhig. Ein Frieden, der weiß, dass Wachstum Zeit braucht. Und dass wahre Größe dort entsteht, wo Pflicht und Herz einander nicht ausschließen.


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